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Enrico Rossius

LINKE für öffentliche Räume und Bürgerbeteiligung im “Fischerkiez”

Begehrte Bauflächen oder öffentlicher Raum?
Wassersportclub vor dem Speicher.

Zwischen Pferdeinsel und Schlossbrücke findet sich eine der begehrtesten Flächen Oranienburgs. Bisher ist die dortige Kleingartenanlage durch Beschluss der Stadtverordneten geschützt und beherbergt neben dem “Bürgergarten” viele engagierte Kleingärtner, die den Fischerweg immer wieder in eine Blumenpracht hüllen. Der WSC bietet neben einem Sportangebot für Gäste des Bollwerks eine wunderbare Kulisse. Jetzt soll hier gebaut werden.

Zwischen Pferdeinsel und Schlossbrücke findet sich eine der begehrtesten Flächen Oranienburgs. Bisher ist die dortige Kleingartenanlage durch Beschluss der Stadtverordneten geschützt und beherbergt neben dem “Bürgergarten” viele engagierte Kleingärtner, die den Fischerweg  immer wieder in eine Blumenpracht hüllen. Der WSC bietet neben einem Sportangebot für Gäste des Bollwerks eine wunderbare Kulisse. Die Baufreiheit in einem Abstand von 50m zum Gewässer machte bis zum 7. Mai jedem Investor klar, dass hier eine Bebauung nicht einfach werden dürfte.

In der Stadtverordnetenversammlung am 7. Mai wurde der Baufreihaltebereich von 50m von SPD und CDU mit knapper Mehrheit gegen die Stimmen von LINKEN, Grünen und freien Wählern abgeschafft. Nicht mal einen Monat später wird den Stadtverordneten eine Vorlage für einen “Fischerkiez” vorgelegt. Der Wassersportverein “Möwe”, der Bürgergarten und die Kleingärtner sollen weichen. Der Bürgermeister schlägt einen städtebaulichen Wettbewerb und eine Wohnbebauung vor. Nach Vorschlag der Verwaltung sollen also Architekten nach den Vorgaben der Stadtverordneten den Kiez gestalten.

Für einen anderen Ansatz streitet hier DIE LINKE. “Wir wollen, dass die Oranienburger die Ideen für einen breiten öffentlich Raum liefern. Ob Wassersport oder Bürgergarten in ein neues Konzept eingebunden werden sollen und ob hier Kinderspielplätze oder Jugendcafe ihren Platz finden sollen, muss vor dem Wettbewerb geklärt sein - und niemand kann hier bessere Ergebnisse liefern, als die Oranienburger_Innen”, findet Gerrit Große, die Vorsitzende der Oranienburger LINKEN.

Dass Oranienburg auch dringend bezahlbaren Wohnraum schaffen muss, verkennen dabei auch die LINKEN nicht, verweisen dabei aber auf Flächen wie die direkt am Schloss. Der zentrale Uferbereich lädt aus linker Sicht quasi zu einer gesunden Mischung aus Natur und öffentlicher Nutzung ein. Stadtvillen mit umgebendem Grünzug können hier keine geeignete Lösung sein, ein reiner Blick auf den zu erwartenden Profit bei einer hochpreisigen Bebauung verbietet sich. Dass die Vorlage des Bürgermeisters erst einmal zurückgezogen wird, begrüßen die LINKEN. “Jetzt geht es darum, mit den Bürgern gemeinsam zu entscheiden, was mit dieser Fläche geschieht, dafür werden wir Druck machen.” kündigt die LINKE schon einmal an. Schließlich hat die Stadt auf der anderen Seite der Havel bei der Entwicklung des Freizeitgeländes Tolora mit Skatepark und Co. wirklich gute Erfahrungen mit der Beteiligung der Bürger_Innen gesammelt.